Impulse: Google Wave und SharePoint 2010, Office 2010

22 Oktober 2009 von Marek Kommentieren »

Die Welt ist doch klein. Letzte Woche hat mich ein Kollege auf Google Wave angesprochen. Er überlegte gerade welche Auswirkung die neue Google Plattform auf das SharePoint haben könnte. Ich habe mich kurz mit dem Thema nach dem erster Ankündigung seitens Google angeschaut und danach nicht mehr aktiv verfolgt.

Auf dem Blog von Google Wave berichtete Stephanie Hannon über die ersten Projekte aus Google Wave Sandbox: http://googlewavedev.blogspot.com/2009/09/what-happened-in-wave-sandbox.html

Wow! Kathrin Fleichmann, sie kenne ich doch! Sie hat bei Spirit Link vor ein paar Jahren ein Praktikum gemacht. Danach ging sie direkt nach Australien ( Neid ;-) ) und begann dort im Bereich Forschung bei SAP. Ich habe sie gleich per eMail und skype kontaktiert. Sie war online. Wie haben uns für eine Live-Session verabredet. Vorstellung von Google Wave und dem SAP Gadget Gravity (Modellierwerkzeug) . Nebenbei habe ich dann auch noch einen Wave-Account erhalten, so dass ich das Tool wirklich “erleben” kann.

Google sieht in Wave einer Art eMail Ersatz. Alle Nachrichten werden auf eine Zeitachse gelegt, so dass auch Personen, die erst später zu einer Collaboration (Wave) eingeladen wurden, die Entstehung der “Welle” nachvollziehen können. Sehr smart!

Besonders viel versprechend sind für mich die Gadgets und vor allem die Möglichkeit dort gleichzeitig an einer Applikation zusammenzuarbeiten. Man eröffnet eine Wave und kann dort gleichzeitig wie in dem Beispiel von Gravity an einem Modell arbeiten:

Das kann ich mir sehr gut als Mehrwert stiftend für jede Firma vorstellen.

Ein anders gutes Beispiel wurde von Lonely Planet’s geliefert. Reise-Planung für eine Gruppe. https://sites.google.com/site/trippysite/

SharePoint 2010, Office 2010

Das Szenario hat mich auch sehr schnell an eine Microsoft Applikation erinnert. Das Tool, was mich wirklich begeistert hat: OneNote

Persönlich arbeite ich sehr gerne mit OneNote. Man findet in der Applikation sehr schnell die Möglichkeit lose Gedanken festzuhalten und mit der Zeit in strukturierte Daten zu überführen. Das Programm ist im Gegensatz zu Word auf sehr wenige Formatierungsmöglichkeiten beschränkt. Und es ist wirklich gut so. Man läuft nicht in die Versuchung sich statt auf die Inhalte mehr auf die Form zu konzentrieren.

Das wirklich interessante beginnt bei OneNote, wenn man es im Netzwerk, z.B: in SharePoint freigibt. Auf einmal ist man in der Lage an einer Mappe zusammenzuarbeiten. Es geht sogar weiter, man kann an einem Dokument gleichzeitig arbeiten. Es ist wirklich faszinierend und sehr produktiv. Besonders beeindrucken sieht man es, wenn man eine Livefreigabe startet. Das habe ich auch sehr oft mit meinem Kollegen Gunther Tutein gemacht. Die Texte wurden falls so schnell wie bei einem Chat aktualisiert. Eine enorme Hilfe.

Mit SharePoint 2010 und Office 2010 setzt Microsoft die Idee der Live Zusammenarbeit auf weitere Office Produkte fort. Ich konnte es noch nicht selbst ausprobieren, habe aber bereits ein Link gefunden, wo man die Richtung gut erkennen kann:


See What’s New in Microsoft Web Applications 2010

Fazit

Persönlich siehe ich keine Konkurrenz von SharePoint und Google Wave. Ich kann mir sogar eine sehr sinnvolle Ergänzung der Produkte vorstellen. Durch die Google Wave API kann man sehr gut Gadgets für SharePoint entwickeln.

Z.B. Erstellung von einer Ausschreibung mit allen Dokumenten, Formularen etc. als eine Wave… klingt doch gut!

Durch Google Federation Protocol wird es ebenfalls möglich “private Waves” zu erstellen (so ähnlich wie im Bereich Cloud Computing), um so auch eine Kollaboration für kritische Unternehmen-Informationen zu ermöglichen.

Gestern habe ich einen Google Sandbox Accont (für Entwicklung von Gadgets) beantragt. Bin gespannt auf die Antwort!

 

 

Gravity Links:

http://www.sdn.sap.com/irj/scn/weblogs?blog=/pub/wlg/15618

http://www.sdn.sap.com/irj/scn/weblogs?blog=/pub/wlg/15701

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