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Die neue Computing Generation wird Erwachsen – Cloud Computing

12 Oktober 2009

Eine Fahrt zurück von München nach Nürnberg. Vor einer Stunde noch gerade die Rede von Steve Ballmer auf der Windows Azure Partner Konferenz gehört. Da ich recht vorne saß, versuchte ich ein paar gute Fotos zu machen. Mit meinen iPhone. Das ist dem Steve natürlich gleich aufgefallen. Er hat kurz danach über die Konkurrenz und Marktveränderung gesprochen. Keiner kann sich seiner Position sicher sein. Dabei schaute gleich in meine Richtung und lacht darüber, dass ich das Photo mit einem iPhone geschossen habe. Breites Lachen im Saal. Steve meinte noch kurz, dass iPhone sein Gesicht nicht wirklich gut zu Geltung bringt…lach

 
 

Amazon Web Services (AWS)

“Entwicklung einer Simulationsumgebung für Scheduling-Verfahren in skalierbaren Metasystemen”. So lautete der Titel meiner Diplomarbeit. Der Begriff hat verschiedene Evolutionsstufen angenommen. Es heißte dann auch Grid-Computing, um am Ende einen Platz ganz oben, quasi im Himmel aufzunehmen. Heute sprechen wir von Cloud-Computing.

Seit dieser Zeit habe ich das Thema verfolgt. Die erste kommerzielle Dienstleistung in diesem Beriech kam von Amazon. Ja, von einem Buchhandler…

 
 

Damals versuchte ich einen sehr großen HighTech-Konzern es anzupreisen. Ich wollte ein Projekt probeweise parallel zu der Produktivumgebung hosten. Es war ein Tabu-Thema. Man durfte nur interne Dienstleister mit Hosting beauftragen. Es ist bist heute noch sehr schwierig.

 

Force.com 

 

Das Thema des Auslagerung der Daten und der Computing-Power auch im Business Bereich, wurde erst von Salesforce.com richtig erfolgreich auf dem Markt gebracht. Durch den Vergleich der Vorteile und Kosten waren die Manager doch bereit zu überlegen, ob man sehr sensiblen Firmendaten einer anderen Firma anvertrauen kann. Das Geschäftsmodel ist aufgegangen und es wurde auf einmal okay über Software as a Service zu sprechen. Das eigene Know-How in diesem Bereich und die aufgebaute Toollandschaft, hat Salesforce dazu bewegt, dass ebenfalls als Dienstleistung anzubieten. Force.com bietet ein Service an, mit denen man eigene Applikationen, auch ohne Programmierkenntnise zusammenbauen kann. Die Domäne der Anwendung ist eingeschränkt, die Idee aber sehr clever.

 

Google App Engine

 
 

Erfahrung im Bereich der Administration von sehr großen Rechnerfarmen konnte natürlich auch Google sammeln. Auch Google entschied sich es als Dienstleistung anzubieten. Hier wird eine ganz andere Strategie verfolgt. Wie in Anfangszeiten von Ford, gilt hier die Devise: Du kannst Deine Applikation auf GoogleApp in jeder Programmiersprachen laufen lassen, so lange es Python ist und keine relationale Datenbank braucht. Hmmm…. (Vor kurzem ist auch Java dazu gekommen)

Was ist die Idee dahinter, fragt man sich. Auf der konferenz hat der David Chappell eine Antwort geben können, nachdem er in San Francisco immer wieder mit Google-Team beim Lunch sprechen kann. Die Antwort ist sehr einfach. Die Rechnung von Google: je mehr Applikationen im Web, umso mehr Geld macht Google. Deswegen sollten Start-Ups in diesem Bereich unterstütz werden. Python ist einer sehr bekannte Programmiersprache für Web Start-Ups.

 
 

Virtualisierung

 
 

Die Grundlage für das moderne Cloud-Computing bildet die Virtualisierung. Trennung zwischen physikalischer Hardware und “quasi” simulierten Hardware . Damit ist man in der Lage auch in laufenden Betrieb, die Hardware auszutauschen, die Anzahl der laufenden Instanzen zu erhöhen oder auch zu reduzieren. Das Prinzip nutzen ebenfalls reiner Hosting Firmen. Durch die Konkurrenz von allen den großen Plattformen wie z.B. Microsoft Azure, wird den Markt sehr stark unter Druck gesetzt.

Es hat aber immer noch gute Existenzgrundlage: die gesetzliche Vorgaben, zwingen die Firmen dazu, die Daten in einem Land zu halten.

 

 
 

Azure

 

Und jetzt ebenfalls Microsoft ins Spiel. Die Antwort ist schon langer ein Schlagwort: Azure. Die Dienstleisung steht kurz vor dem Launch.

 

Der Technik dahinter möchte ich einen separaten Beitrag beleuchten.

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