http://channel9.msdn.com/shows/Inside+Out/Building-on-Azure-Siemens/
Es immer spanend zu beobachten, dass auch große Konzerne schnell den Mehrwert von neuen technischen Konzepten erkennen und nach Szenarien für den Einsatz suchen. Das Video zeigt wie Siemens Corporate Technology zusammen mit Microsoft einen Proof-Of-Concept für die Verteilung von Software über die Windows Azure Plattform umgesetzt haben.
Die Aufgabe: weltweit Software auf die Siemens-Rechner ausbringen
Das Problem: sehr heterogene Sicherheitsarchitektur im weltweitem Siemens-Netzwerk.
Die IT kann bei so einer Struktur nicht gut zentralisiert werden. Deswegen entscheiden die Bereiche oder Länder, welche Infrastruktur sie einsetzen.
Die Lösung: Windows Azure mit .NET Services
.NET Services ist eigentlich ein Service Bus. (Der Name .NET Services klingt mehr nach virtueller Ausführung von .NET Code. Ähnlich wie Visio Service die Web-Variante vom Visio ist.)
Eine einfache Erklärung liefert Microsoft in einem Video:
Die wahre Komplexität und die Möglichkeiten zeigt uns Justin Smith, Senior Program Manager für .NET Services. Das Video ist extrem empfehlenswert!
http://videos.visitmix.com/MIX09/t02f
Damit liefert Microsoft eine sehr clevere Lösung für den Austausch der Daten zwischen s.g. “on premise” und “in the cloud” Teilen einer IT Infrastruktur.
Das Szenario: Sie haben Daten, die sie aus rechtlichen oder “trust” Gründen, nicht in einer Cloud auslagern wollen. Mit .NET Services und Access Control Service bekommt man eine recht einfache Variante für den Mischbetrieb. Erst das macht meiner Meinung nach das Cloud-Computing auch für die Praxis einsetzbar.
Siemens nimmt an dem Technical Adoption Program (TAP) Programm teil und konnte in Zusammenarbeit mit Microsoft-Beratern, schon in der früheren Phase, mit wenig Dokumentation, so ein System aufbauen.
Sehr interessant ist die Anmerkung vom Dr. Gerald Kaefer, Architekten bei Siemens Corporate Technology, dass die einzelne Services innerhalb vom Windows Azure, von verschiedenen Teams bei Microsoft aufgebaut wurden. Die Folge: in der Beta-Phase war die Integration der Dienste problematisch. Microsoft hat inzwischen reagiert und die Teams anders organisiert.
Ich bin gespannt auf weitere Use Cases!


Das Thema des Auslagerung der Daten und der Computing-Power auch im Business Bereich, wurde erst von Salesforce.com richtig erfolgreich auf dem Markt gebracht. Durch den Vergleich der Vorteile und Kosten waren die Manager doch bereit zu überlegen, ob man sehr sensiblen Firmendaten einer anderen Firma anvertrauen kann. Das Geschäftsmodel ist aufgegangen und es wurde auf einmal okay über Software as a Service zu sprechen. Das eigene Know-How in diesem Bereich und die aufgebaute Toollandschaft, hat Salesforce dazu bewegt, dass ebenfalls als Dienstleistung anzubieten. Force.com bietet ein Service an, mit denen man eigene Applikationen, auch ohne Programmierkenntnise zusammenbauen kann. Die Domäne der Anwendung ist eingeschränkt, die Idee aber sehr clever.
Erfahrung im Bereich der Administration von sehr großen Rechnerfarmen konnte natürlich auch Google sammeln. Auch Google entschied sich es als Dienstleistung anzubieten. Hier wird eine ganz andere Strategie verfolgt. Wie in Anfangszeiten von Ford, gilt hier die Devise: Du kannst Deine Applikation auf GoogleApp in jeder Programmiersprachen laufen lassen, so lange es Python ist und keine relationale Datenbank braucht. Hmmm…. (Vor kurzem ist auch Java dazu gekommen)
Die Grundlage für das moderne Cloud-Computing bildet die Virtualisierung. Trennung zwischen physikalischer Hardware und “quasi” simulierten Hardware . Damit ist man in der Lage auch in laufenden Betrieb, die Hardware auszutauschen, die Anzahl der laufenden Instanzen zu erhöhen oder auch zu reduzieren. Das Prinzip nutzen ebenfalls reiner Hosting Firmen. Durch die Konkurrenz von allen den großen Plattformen wie z.B. Microsoft Azure, wird den Markt sehr stark unter Druck gesetzt.
Und jetzt ebenfalls Microsoft ins Spiel. Die Antwort ist schon langer ein Schlagwort: Azure. Die Dienstleisung steht kurz vor dem Launch.
Die Firma Spirit Link, bei der ich fr den Bereich Technology verantworte, arbeitet schon seit 10 Jahren im Bereich HealthCare. Spirit Link Technology hat keine Branchenfokusierung, sondern eine Technologiefokusierung auf die SharePoint Plattform.
Office 2007 kam mit der Ribbon Navigation. Viele Funktionen waren auf einmal mit einem Klick erreichbar. Das Problem dabei… es war neu, ungewohnt. Ich erinnere mich an Momente, wo ich kurz vor einen Termin noch schnell eine Funktion gesucht habe, vergeblich. Search Command aus den Office Labs sorgte für Abhilfe. Mittlerweile ist es kein Thema mehr und ich möchte auch nicht zurück…
Gerade sitze ich im Zug – von Dresden nach Nürnberg. Auf dem Weg zurück von der deutschen Microsoft Partner Konferenz. Ich bin danach sehr positiv gestimmt. Microsoft hat viel dazu gelernt. Den “abgekapselten” Weg verlassen. Das Softwarehaus hat verstanden, nicht mehr nur eigene Standards durchzusetzen, um so die Kunden in Abhängigkeit zu bewegen. Microsoft schafft jetzt mit den Produkten zu überzeugen. SharePoint, Windows 7 oder die konsequente Weiterentwicklung von Office 2007 in der Version 2010. Da habe ich wirklich Lust auf neue Projekte mit den Technologien.